Tests

Als Plattform für digitale kognitive Tests ist ∆elta bestrebt, möglichst viele bekannten und validierten kognitiven Tests und Skalen abzubilden, die in neuropsychiatrischen Assessments verwendet werden. Hier finden Sie eine Auswahl der bereits implementierten Testverfahren. 

Sprache

Konfrontations-Benennungs-Test

Benennungstests erfordern die Auswahl eines spezifischen Wortes das zu einem visuellen Stimulus, normalerweise ein Bild, gehört. Diese Art von  Aufgaben werden verwendet, wenn Probleme mit  Benennung vermutet werden.

Semantische Wortflüssigkeit

Verbalflüssigkeit ist eine kognitive Funktion, die den Abruf von Informationen aus dem Gedächtnis ermöglicht. Ein erfolgreicher Abruf erfordert exekutive Kontrolle über kognitive Prozesse wie z.B. selektive Aufmerksamkeit, selektive Inhibition, mentales Wechseln, interne Antwortgenerierung und Selbstüberwachung. Tests der Verbalflüssigkeit evaluieren die Fähigkeit eines Individuum spezifische Informationen mit restriktiven Suchparametern abzurufen (Lezak, Howieson, Loring, Hannay, & Fischer, 2004).

Bildbeschreibung

Bildbeschreibungsaufgaben werden dazu verwendet, um zu verstehen, wie
Teilnehmer eine visuelle Situation erfassen und dazu thematisch relevante und kohärente Erzählungen produzieren (Brookshire, 2003)

Geschichte erzählen

Die Patienten werden gebeten, von einem positiven Ereignis aus ihrem Leben zu erzählen. Dies soll die emotionale Sprachfunktion fördern, worüber affektive Beeinträchtigungen (z.B. Apathie oder Depression) erfasst werden können.

Vorlesen

Bei diesem Test wird der Testperson ein Lesetext vorgegeben, den sie laut vorlesen soll. Erfasst werden hierbei die Lesefehler und die individuelle Lesegeschwindigkeit.

Nachsprechen

Bei diesem Test werden die Patienten gebeten, kurze Sätze zu wiederholen, um ihr verbales Kurzzeitgedächtnis zu überprüfen.

Phonematische Wortflüssigkeit

Dieser Test erfasst die phonematische Wortflüssigkeit der Testperson. Die Aufgabe besteht darin, innerhalb von 60 Sekunden möglichst viele Wörter mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben aufzuzählen.

Exekutive Funktion

Zahlen Spanne

Zahlenspannenaufgaben messen das Arbeitsgedächtnis und die
Fähigkeit, eine bestimmte Menge an Information für kurze Zeit zu
behalten (Wechsler, 1997).

Rückwärtszählen

Bei diesem Test soll die Testperson einen vorgegeben Text zügig und möglichst leserlich in ein darunter befindliches Textfeld abschreiben.

Go-No-Go

Bei diesem Test soll die Fähigkeit, unter Zeitdruck eine richtige Reaktion auszuführen und gleichzeitig einen inadäquaten Verhaltensimpuls zu kontrollieren, gemessen.

Lernen und Merkfähigkeit

Wortliste

Listenlernaufgaben teilen sich viele Konstruktionsmerkmale. Die Anzahl zu lernender Worte (z.B. 12-16 Wörter) wurde dazu bestimmt die Aufmerksamkeitsspanne von 7 Konzepten zu überschreiten. In der Lernphase werden alle Wörter meist über mehrere Durchgänge präsentiert. Nach jedem Durchgang wird der Untersuchte gebeten sich an möglichst viele der gelernten Worte zu erinnern. Nach Abschluss der Lernphase soll eine kurze Zeit vergehen, die häufig mit anderen Inferenzaufgaben gefüllt wird. Der Untersuchte soll sich danach an möglichst viele der Wörter erinnern. Nach einem weiteren, längeren Intervall wird der Untersuchte erneut gebeten sich an möglichst viele Worte zu erinnern. Dieser kurz- und langzeit Abruf misst die Fähigkeit des Untersuchten, Informationen zu speichern, zu konsolidieren, zu behalten, sowie sie auf Bedarf wieder abzurufen.

Freier Stichwort Selektiver Erinnerungstest

Der FCSRT ist klassischen Wortlisten-Lerntests ähnlich, unterscheidet sich von diesen aber durch die zusätzliche Verwendung semantischer Organisation. Den Testpersonen wird hierfür in der Lernphase die semantische Kategorie des zu lernenden Wortes als Hinweisreiz vorgegeben. Im Anschluss werden die Kategorien noch einmal präsentiert und die Testperson soll anhanddessen das jeweilige Wort abrufen.

Selektiver Erinnerungstest

Der Selektive Erinnerungstest soll die verbale Lern- und Gedächtnisleistung der Testperson erfassen. Dazu wird der Testperson eine Liste von 12 Wärtern vorgelesen, die diese dann in mehreren Wiederholungen wiedergeben muss. 

Perzeptuelle Motorische Fähigkeit

Trail Making Test

Der Trail Making Test (TMT) ist ein Maß für Aufmerksamkeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit und mentale Flexibilität. Der Test besteht aus zwei Teilen. Im Teil A sollen Teilnehmer mit Hilfe des Apple Pencils 25 umkreiste Zahlen in aufsteigender Reihenfolge verbinden. Die maximale Zeit hierfür beträgt 5 Minuten. Im Teil B sollen Teilnehmer mit Hilfe des Apple Pencil abwechselnd und in aufsteigender Reihenfolge Zahlen und Buchstaben verbinden. Erneut liegt das Zeitlimit bei 5 Minuten. Teilnehmer werden dazu angehalten, die Kreise so schnell wie möglich zu verbinden, ohne dabei einen Fehler zu machen.

Figuren Abzeichnen

Der „Figuren abzeichnen“ Test besteht aus einer „Abzeichnen“ und einer darauf folgenden „Abrufen“-Phase. In der „Abzeichnen“-Phase sollen Teilnehmer die präsentierten Figuren auf dem iPad abzeichnen. Der Teilnehmer wird danach darum gebeten, die Figuren aus dem Gedächtnis zu reproduzieren.

Uhren Zeichnen

Der „Uhren-Abzeichnen-Test“ ist ein weitverbreiteter und populärer visuo-konstruktiver Test. Rubin, Barr, and Burton (2005) berichten, dass er zu den 40 am häufigsten verwendeten neuropsychologischen Testverfahren gehört.